08.02.2010 - 22:05
Hemer. Bereits aus der Ferne war der Rauch über den Baumwipfeln zu sehen: Ein Feuer hat am Montagabend ein unbewohntes Nebengebäude an den Stallungen auf Mesterscheid vollständig zerstört. Verletzt wurde niemand.
„Es war ein Schock”, sagte Eigentümer Christian Rothöft. In der eisigen Abendkälte musste er mitansehen, wie die Flammen das kleine Fachwerkhaus in der Nähe seines Wohnhauses buchstäblich auffraßen. Eine Nachbarin hatte das Feuer bemerkt, als sie mit ihrem Wagen an dem Haus vorbeifuhr.
Gegen 18.50 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwache ein. Wenig später waren 60 Wehrleute vor Ort, Unterstützung kam von den Löschgruppen Landhausen und Becke. Zusätzlich verstärkten zwei Löschfahrzeug aus Deilinghofen und Ihmert sowie ein Rettungswagen die Helfer. Die Polizei sperrte das Gelände weiträumig ab. Um 20 Uhr konnte Wehrleiter Dieter Tönnes dann bestätigen, dass der Brand unter Kontrolle war. „Wir werden aber wohl noch bis Mitternacht mit den Löscharbeiten befasst sein.” Die Gefahr, dass die Flammen auf andere Gebäude übergriffen, bestand nicht. Das Löschwasser speiste die Feuerwehr unter anderem aus zwei Tanks, die je 50 000 Liter Wasser enthielten - und auf Mesterscheid wegen der schlechten Wasserversorgung in der Vergangenheit installiert worden waren.
Brandursache und Schadenshöhe standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Zudem musste auf Mesterscheid vorübergehend aus Sicherheitsgründen der Strom, der dort in Oberleitungen verläuft, abgeschaltet werden. Darüber hinaus forderte die Feuerwehr einen Bagger des Stadtbetriebs an, der die Giebelwände sowie den Schornstein des zerstörten Gebäudes abreißen sollte, um auf diesem Weg den Wehrleuten die Löscharbeiten zu erleichtern.
Quelle: DerWesten.de