Unglück am Neujahrstag: Fett in Flammen: Drei Schwerverletzte

 

01.01.2011 - 17:09

Hemer. Mit einem Unglück hat das neue Jahr begonnen. Durch einen Fettbrand sind drei Hemeraner schwer verletzt worden. Zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz.

Am Neujahrstag um 15.07 Uhr ging der Alarm auf der Feuerwache ein. Ein Zimmerbrand an der Goethestraße 9 wurde gemeldet. Die Wehr gab Sirenenalarm für den Löschzug Mitte. Schnell waren die Einsatzkräfte in der nur wenige Meter von der Feuerwache entfernt liegenden Wohnung. Vor Ort mussten sie jedoch nicht löschen, sondern zwei Frauen und einen Mann mit schweren Brandverletzungen versorgen.

Die Ursache war ein Topf mit brennendem Fett in der Küche des Mehrfamilienhauses. Zunächst war von einer Fettexplosion ausgegangen worden. Dabei entsteht beim Kontakt brennenden Fettes mit Wasser eine gewaltige Stichflamme.

Nach den aktuellen Ermittlungen der Polizei hatte jedoch eine 23-jährige Frau versucht, mit Tüchern die Flammen zu ersticken. Da das misslang, wollte sie den Topf aus dem Fenster werfen. Dabei fiel ihr der Topf aus der Hand. Die brennende Flüssigkeit ergoss sich über den Körper. Die 27-jährige Schwester und der 28 Jahre alte Schwager eilten zur Hilfe und zogen sich beim Löschversuch ebenfalls schwere Verbrennungen zu.

Für den Transport in Spezialkliniken alarmierte die Feuerwehr zwei Rettungshubschrauber. Für deren Landung wurde die Hauptstraße in Westig für gut eine Stunde voll gesperrt.

Die lebensgefährlich verletzte Frau konnte mit der Deutschen Flugrettung nach Bochum transportiert werden. Der zweite ADAC-Rettungshubschrauber landete zwar am Unglücksort, konnte die zweite Verletzte wegen einer Schlechtwetterfront und beginnender Dunkelheit jedoch nicht mehr nach Gelsenkirchen fliegen. So musste die Verletzte mit dem Rettungswagen transportiert werden. Der dritte Verletzte wurde in die Paracelsusklinik gebracht.

Neben Feuerwehr und Polizei waren mehrere Notärzte im Einsatz. Ein Notfallseelsorger betreute die Angehörigen.

Quelle: DerWesten.de