16.05.2011 - 00:00
Plettenberg. 800 Feuerwehrmänner und -Frauen, das ganze Böddinghauser Schulzentrum voller roter Fahrzeuge, laute Kommandos schallen durch die Luft. Nicht etwa eine Brandkatastrophe, sondern der Kreisleistungswettbewerb der Feuerwehren war am Samstag Anlass, das Areal der Hauptschule im Böddinghauser Feld in ein Meer aus Feuerwehrfahrzeugen und -Uniformen zu verwandeln.
77 Gruppen aus alles Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises waren der Einladung des Kreisverbandes gefolgt und traten in Plettenberg in einem vierteiligen Wettstreit gegeneinander an.
Am Ende hatte Hemer sowohl auf Gruppenebene (9 Leute) als auch in der Staffel (6 Leute) die Nase vorn und ist so neuer Besitzer des Wanderpokals. Die Löschgruppe (LG) Hemer Deilinghofen belegte sowohl den ersten Gruppenplatz, als auch den zweiten Staffelplatz. Hier musste sich die LG nur den Kollegen aus Hemer Frönsberg geschlagen geben. Den dritten Platz in der Staffelwertung belegte Kierspe Stadtmitte. Platz zwei und drei der Gruppenwertung ergatterten die LG Halver Bommert und Herscheid Rärin.
Bevor die fleißigen Feuerwehrleute die Preise entgegennehmen konnten, mussten sie durch vier verschiedene Prüfungssituationen laufen. Den Anfang machte der kraftraubendste Akt: Feuerwehrtechnische Aufgabe. Die Brandbekämpfer mussten einen imaginären Wohnungsbrand bekämpfen. Die Aufgaben wurden im Vorfeld verteilt und durch farbige Leibchen für Jedermann sichtbar gemacht. Blaues Leibchen mit einem „W“: Wassertrupp, Grünes Leibchen mit einer Bombe: Gruppenführer, usw. Dann musste es schnell gehen: Montur anziehen, Lage sichten, Schläuche ausrollen und verbinden, Wasser marsch - und das alles auf Zeit. Hier flossen bereits die ein- oder anderen Schweißtropfen.
Neben der Feuerwehr-Aufgabe warteten auch noch ein 15-minütiger Theorieteil, ein 450 Meter langer Hindernislauf u.a. mit einem Tunnel und die Abteilung „Knoten und Stiche“ auf die Männer und Frauen der Feuerwehr. Hier ging es darum in möglichst kurzer Zeit die Knoten und Stiche beispielsweise zur Menschenrettung zu präsentieren.
Alle Aufgaben wurden von Kreisausbildern der Feuerwehr bewertet und schließlich ausgewertet. Der Vorsitzende des Kreisverbandes der Feuerwehren, Georg Würth, beschrieb im Gespräch mit der WR den Sinn des Kreisleitungswettbewerb. „Die Leute müssen die Aufgaben des Feuerwehr-Tagesgeschäft aus dem FF können. Und indem sie sich untereinander messen haben sie auch gleich die Möglichkeit ihre Schwächen zu sehen“. Manche sähen den Wettbewerb ziemlich locker, aber „das ist keine Spaßveranstaltung“, so Würth. Einen weiteren Anreiz stellte neben den Pokalen auch der Geldpreis für die ersten drei Sieger dar: 150 Euro, 100 Euro und 50 Euro.
Die Plettenberger Teilnehmer aus den Löschgruppen Landemert und Ohle landeten sowohl in der Gruppen, als auch in der Staffelwertung im unteren Drittel. Die Löschgruppen Plettenberg Ohle 1 und 2 belegten in der Gruppenwertung Platz 21 und 23 (von 35); die LG Landemert 1 und 2 belegten in der Staffelwertung Platz 25 und 28 (von 37).
Geehrt wurden außerdem Andreas Knote aus der LG Ohle für die 30. Teilnahme am Wettbewerb, seine LG-Kollegen Markus Hüsken und Markus Bauckhage für die 25. Teilnahme und für die 15. Teilnahme Sascha Schauerte aus der LG Landemert.
2012 in Altena
Im kommenden Jahr ist der Kreisleitungswettbewerb in Altena.
In diesem und im vergangenen Jahr richtete Plettenberg den Wettbewerb aus.
Organisator Markus Bauckhage zeigte sich mit Ablauf und Resonanz überaus zufrieden.
Die Feuerwehren Plettenberg sorgten auch für die Bewirtung und musikalische Untermalung.
Quelle: DerWesten.de