Feuerwehrübung: Absturz in die Bärenschlucht: Übung für Höhlenretter

 

14.10.2011 - 00:00

Hemer. Jede Menge Blaulicht, Martinshörner, Einsatzkräfte auf dem Weg zum Felsenmeer: Eine Höhlenrettung hat gestern Abend für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Beim Klettern abseits der gesicherten Wege war ein Mann in die Bärenschlucht gestürzt. Erst direkt vor Ort erfuhren die Retter: Es handelte sich um eine Alarmübung.

So eilte vor allem die Höhlenrettungsgruppe zum Felsenmeer. Im Vorfeld der Landesgartenschau war die Spezialeinheit aus Speläologen, Feuerwehrleuten und Notärzten 2009 gebildet worden, um für einen Unfall in den Schluchten und Höhlen gewappnet zu sein. Wie gut das funktioniert, sollten die Retter unter Beweis stellen. Unterstützt wurden sie dabei durch die Löschgruppe Sundwig vor Ort und die Löschgruppe Hemer-Mitte auf der Wache.

Schon die Alarmierung konnte echter kaum sein. Fabian und Marcel, die zufällig im Felsenmeer waren, durften von ihrem Handy aus den Notruf an die Leitstelle absetzen. Ganz anschaulich erfuhren die Hemeraner Schüler so, auf was sie alles achten müssen. So sind Bäume durch weiße Streifen mit Nummern gekennzeichnet. Im Notfall ermöglicht deren Nennung ein schnelles Auffinden der Unglücksstelle im Geotop.

Quasi in Echtzeit vollzog sich die von Björn Wegen ausgearbeitete Übung. So harrte das vermeintliche Unfallopfer in der kühlen Höhle aus, während die Retter in die Kleidung schlüpften und in vier Trupps unter Tage stiegen.Vom Grubentelefon bis zum Dreibein mit Winde mussten sich die Helfer mit ungewohntem Rettungsgerät vertraut machen. Betreut wurde der Verletzte in der Höhle durch Notärzte, denn Hemer ist in der glücklichen Lage, dass gleich drei Ärzte für den Einsatz in der Unterwelt geschult sind. So wurde das Unfallopfer gemeinsam sicher ans Tageslicht befördert.

Quelle: DerWesten.de