15.12.2011 - 16:37
Hemer. Die 52 Männer und zwei Frauen der Löschgruppe Landhausen warten sehnsüchtig darauf, in einigen Wochen endlich ihr neues Gerätehaus beziehen zu dürfen. Damit wird ein Provisorium enden, das die Landhauser Feuerwehrleute mit viel Geduld ertragen haben, obwohl es sie vor nicht unerhebliche Probleme gestellt hat.
Seit dem Auszug aus der alten Schule im Oktober vergangen Jahres fehlt den Landhause Feuerwehrleute ein echtes Domizil im Dorf. Die beiden Fahrzeuge der Truppe, das Löschfahrzeug 8/6 sowie das Mannschaftstransportfahrzeug fanden zwar Asyl auf den Bauernhöfen der beiden Feuerwehrkameraden Martin Biggeleben und Heinz-Werner Westerhoff, von einem Ersatz für ein Gerätehaus kann für diese Monate allerdings nicht wirklich gesprochen werden.
Das LF 8/6 steht zwar in einer schmalen Scheune unter Dach und ist dort auch mit Strom versorgt, damit seine sämtliche technischen Ausstattungen im Ernstfall sofort einsatzbereit sind, aber es bleibt bestenfalls Platz für die Pflege und Wartung des Fahrzeugs - an Schulungen und Ausbildung an dieser Stätte ist nicht wirklich zu denken. Diese haben in den zurückliegenden Monaten entweder in der Turnhalle am Osterbrauck stattgefunden, die der TV Landhausen der Feuerwehr dankenswerter Weise gelegentlich zur Verfügung stellte, oder aber in der Feuerwache an der Hauptstraße.
Trotz aller Unannehmlichkeiten ist die Stimmung in der Löschgruppe gut, wie Löschgruppenführer Heinz Kemper betont. Die Aussicht auf das neue, moderne Gerätehaus, das mittlerweile fast fertiggestellt dort steht, wo im März die alte Schule abgerissen worden war, hat den Feuerwehrleuten geholfen, die Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten wegzustecken. „Die ganze Situation hat uns sogar noch mehr zusammengeschweißt“, sagt Heinz Kemper und verhehlt dabei nicht ziemlichen Stolz auf seine Mannschaft.
Allerdings hat die Landhauser Feuerwehr auch ein bisschen Glück gehabt, denn in diesem Jahr wurde sie nur ganze drei Mal alarmiert. In den Vorjahren waren ein Dutzend oder mehr Alarmierungen die Regel. Die Alarmzeiten wie zu Zeiten eines regelrechten Gerätehauses waren dabei natürlich nicht aufrecht zu halten, denn wenn die Sirenen tagsüber auch für die Landhauser Feuerwehrleute heulen, müssen sie von der Arbeitsstelle erst einmal nach Hause eilen, um sich dort in ihre Ausrüstung zu werfen, erst dann geht es weiter zu den Stützpunkten der beiden Fahrzeuge und von dort zum Einsatzort. Aber diese Schwierigkeiten finden ja in Kürze ein Ende. Schon in den nächsten Tagen, vielleicht schon am kommenden Wochenende, können zumindest die beiden Fahrzeuge in die Halle des neuen Gerätehauses gestellt werden, was schon eine große Erleichterung bedeutet.
Nach dem endgültigen Einzug dürfte die Löschgruppe nicht lange brauchen, um sich einzuleben. Besonders die beiden Feuerwehrfrauen werden die eigenen Sanitärräume zu schätzen wissen, die sie ja schon zur Zeiten der alten Schule vermisst haben. Und im nächsten August bittet die Löschgruppe dann zur Einweihungsparty in Form eines mehrtägigen Feuerwehr- und Dorffestes.
Quelle: DerWesten.de