Löschgruppe Ihmert: Warten auf das neue Löschfahrzeug

 

23.02.2016 - 10:00

Ihmert. Reichlich Diskussionsbedarf herrschte während der Jahresdienstbesprechung Löschgruppe Ihmert der Freiwilligen Feuerwehr. „Seit fünf Jahren werden wir vertröstet“, erklärte der stellvertretende Löschgruppenführer Jens Schäfers. Gemeint ist die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs, das das bisherige Modell, Baujahr 1989, ersetzen soll. Bisher sei der Plan nicht umgesetzt und es zeichne sich auch nicht ab, dass dies in Kürze der Fall sein wird: „Wir bekommen immer nur zu hören, dass es in Arbeit ist“, so Jens Schäfers. Hinzu kommen verschiedene Arbeiten am Gerätehaus, die nach Meinung der Feuerwehrleute momentan ausgesessen werden.

Neben diesen leidigen Themen hatte die Jahreshauptversammlung aber auch Positives auf der Tagesordnung, beispielsweise die Beförderung von Joachim Schmies zum Oberfeuerwehrmann oder die bestandene Maschinistenprüfung von Thomas Hagenhoff.

Außerdem erhielten viele Mitglieder für langjährige Tätigkeiten die Sonderauszeichnung des Verbandes der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen, die es in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt gibt. Für zehn Jahre und länger wurden Markus Rösner, Timo Boss, Marcel Mertens, Sabrina Kröll, Michael Klug und Frank Wingert mit der bronzefarbenen Auszeichnung geehrt. Silber für 40 Jahre und mehr erhielten Hans-Rainer Ludwig, Martin Grumann und Herbert Eidecker. Die goldene Auszeichnung gab es für Friedrich Klasing, der sich seit mehr als 50 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert. Es gratulierte am Abend auch der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Hemer, Detlef Humbeck.

Beim Jahresrückblick erinnerte die Löschgruppe vor allem an den Großbrand eines Wohngebäudes Anfang 2015 am Dickgrabener Weg in Ihmert. Probleme mit der Wasserversorgung hatten die Löscharbeiten erschwert, und der Einsatz dauerte mehr als neun Stunden, bis das Feuer endlich gelöscht war. Zwölf Personen standen von heute auf morgen auf der Straße.

Leichter Rückgang bei Zahlder aktiven Mitglieder
Am Tag darauf konnte ein weiterer Brand in einem Nachbarhaus nur durch das beherzte Eingreifen von vier Ihmerter Kameraden verhindert werden, die aufgrund des Sonderdienstes zufälligerweise am Dickgrabener Weg vor Ort waren und einen brennenden Weihnachtsbaum im Wohnzimmer schnell löschen konnten. Insgesamt gab es für die Freiwilligen aus Ihmert im vergangenen Jahr 19 Alarmierungen, 14 Sonderdienste, 18 Löschgruppendienste und 2 Brandsicherheitswachen.

Die Zahl der Aktiven der Ihmerter Wehr weist einen leichten Rückgang auf, von 20 Kameraden Anfang 2015 auf 17 Kameraden im Januar 2016. Deshalb suchen auch die Ihmerter Feuerwehrleute weiter Interessierte ab 17 Jahren, die sich in der Freiwilligen Feuerwehr einbringen möchten.

Quelle: DerWesten.de