MK-Feuerwehren verlassen den Landesfeuerwehrverband NRW

 

22.12.2009 - 00:00

Hemer/MK. Der Landesfeuerwehrverband NRW steht vor der Insolvenz. Die Feuerwehren im Märkischen Kreis kamen am Dienstagabend in Hemer zu einer Sondersitzung zusammen, um über die Problematik zu beraten. Einstimmig wurde beschlossen, die Mitgliedschaft im Landesfeuerwehrverband zu kündigen.

Das teilte Hemers Feuerwehrchef am Dienstagabend im Gespräch mit dem IKZ mit.

Es steht außer Frage, dass ein Feuerwehrlandesverband wichtig ist, und so soll demnächst entschieden werden, ob die Feuerwehren im Märkischen Kreis Mitglied eines in der Gründungsphase befindlichen neuen Landesverbandes werden sollen. Für Georg Würth, Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Märkischer Kreis, gibt es keinen Zweifel, dass die Feuerwehren einen Landesverband brauchen, „als Interessenvertretung gegenüber der Landesregierung”.

Das betonte auch Hemers Feuerwehrchef Dieter Tönnes. Sei der neue Feuerwehrverband demnächst aus der Taufe gehoben, werde man sich die Satzung anschauen und über den Beitritt beraten, sagte er.

Der Dachverband müsse die Interessen der Berufs- und der Werksfeuerwehren sowie der freiwilligen Feuerwehren bündeln und ein einheitliches Ausbildungskonzept zu verwirklichen.

Kosten, so Georg Würth, kämen auf den Kreisverband durch die Zahlungsunfähigkeit des Landesverbandes nicht zu. „Der Kreis steht außen vor.” Der Landesfeuerwehrverband hatte über eine Tochergesellschaft ein Hotel im Bergischen gebaut, das erheblich teurer wurde als geplant. Zudem hatte das Land einen Förderbescheid widerrufen und die Mittel zurückverlangt.

Text: IKZ